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Neues aus Waldenburg

Artikel vom 25.07.2018

Eichenprozessionsspinner

Aktuelle Hinweis zur Eichenprozessionsspinner-Situation im Stadtwald

Im Stadtwald in den Bereichen Theresienberg,  Streitfeld und Weide ist ein starker Befall durch die Raupen des Eichen-Prozessionsspinners festzustellen. Die Raupen finden sich hauptsächlich an Eichen, gelegentlich auch an einigen anderen Baumarten.

Raupen durchlaufen fünf bis sechs Entwicklungsstadien bis zur Verpuppung und werden bis zu fünf Zentimeter lang. Sie haben eine dunkle, breite Rückenlinie mit samtartig behaarten Feldern und rotbraunen, langbehaarten Warzen. Sie leben gesellig und gehen in Gruppen von 20 bis 30 Individuen im „Gänsemarsch“ auf Nahrungssuche, daher der Name „Prozessionsspinner“. Die älteren Raupen ziehen sich tagsüber und zur Häutung in Raupennester (Gespinste), die bis zu einem Meter lang werden können, am Stamm oder in Astgabelungen von Eichen zurück. Die Raupen bilden Gifthaare auf den Spiegeln der Hinterleibs-Segmente aus. 

Befallen werden vor allem einzeln stehende Bäume oder solche am Waldrand insbesondere die Hainbuche (meist an der wärmebegünstigten Südseite). Die Brennhaare der Raupen stellen eine große Gefahr für die menschliche Gesundheit dar. Die Brennhaare mit Widerhaken enthalten das Nesselgift Thaumetopoein.

Die Brennhaare der Raupe brechen leicht und werden bei günstiger Witterung durch Luftströmungen über weite Strecken getragen

Juckende und entzündliche Hautausschläge sowie Augen- und Atemwegserkrankungen nach Kontakt mit den Gifthaaren sind die Folge. Bei besonders empfindlichen Personen ( in Einzelfällen) kann die Reaktion bis zum anaphylaktischen Schock führen.

Die Hautreaktionen halten (unbehandelt) oft ein bis zwei Wochen an. Meist sind alle Hautbereiche betroffen, die nicht bedeckt waren.

Begleitend treten Allgemeinsymptome wie Schwindel, Fieber, Müdigkeit und Bindehautentzündung auf.

Ein direkter Kontakt mit den Raupen ist unbedingt zu vermeiden!

Vorsichtsmaßnahmen:

  • Grundsätzlich die Befallsgebiete (Eichenwälder) meiden
  • Hautbereiche (z. B. Nacken, Hals, Unterarme, Beine) schützen
  • Raupen und Gespinste nicht berühren
  • Sofortiger Kleiderwechsel und Duschbad mit Haarreinigung nach (möglichem) Kontakt mit Raupenhaaren
  • Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen verzichten, solange Raupennester erkennbar sind
  • Bekämpfung wegen gesundheitlicher Belastung und spezieller Arbeitstechnik nur von Fachleuten durchführen lassen

Liebe Eltern, bitte sorgen auch Sie dafür, dass Ihre Kinder nicht in Kontakt mit den Raupen kommen. Bei jeder Art einer allergischen Reaktion suchen Sie bitte einen Arzt auf.

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